Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern in einem naturwissenschaftlichen Schülerlabor und Konsequenzen für die Lehreraus- und Lehrerweiterbildung

Bislang ist noch wenig darüber bekannt, was das Schülerhandeln in einem Schülerlabor anregt, motiviert oder blockiert, welche spezifischen Fertigkeiten und Fähigkeiten im Verlauf eines Vormittages, den eine Schulklasse in einem Schülerlabor verbringt, aufgegriffen und gefördert werden. In Kooperation zwischen Hochschule und Schule wird das Interaktionsgeschehen in den von studentischen Mentorinnen und Mentoren betreuten Schülergruppen theorie- und methodengeleitet auch in Hinblick auf Konsequenzen für die Lehrerausbildung analysiert.

Im Fokus der Beobachtung stehen die Interaktionen, in denen die Schülerinnen und Schüler von sich aus eine Haltung des Verstehen-Wollens einnehmen, in denen Möglichkeiten des Aufbaus von Bedeutsamkeit ausgeschöpft werden oder auch abgewehrt und ausgeblendet bleiben. Dabei soll auch die Rolle der betreuenden Mentorinnen und Mentoren näher betrachtet werden. Das hier beschriebene qualitative Setting soll im Sinne einer Begleitforschung auch flankiert von quantitativen Teilstudien (z. B. Schülerbefragung) in der universitären Lehrerbildung, in der Lehrerweiterbildung und in der schulischen Praxis seine Wirkung entfalten. Zu erwarten ist, dass sich an dem dokumentierten Fallmaterial spezifische Interaktionsmuster und didaktische Interventionsformen kommunizieren lassen, die ansonsten implizit bleiben.

Projektmitarbeiterinnen:
Prof. Dr. Carla Schelle
Institut für Erziehungswissenschaft

Dr. Christa Welschof, Dr. Heike Funk
Schülerlabor

Mareike Ansorge
Studentin

Projektlaufzeit:
ab 2006