ZEITLast – Lehrzeit und Lernzeit: Studierbarkeit der BA-/BSc- und MA-/MSc-Studiengänge als Adaption von Lehrorganisation und Zeitmanagement unter Berücksichtigung von Fächerkultur und Neuen Technologien

Das Projekt ZEITLast (Lehrzeit und Lernzeit: Studierbarkeit der BA‐/BSc‐ und MA‐ /MSc‐Studiengänge als Adaption von Lehrorganisation und Zeitmanagement unter Berücksichtigung von Fächerkultur und Neuen Technologien) soll die Studierbarkeit in BA‐/BSc und MA‐/MSc‐Studiengängen insbesondere unter den Gesichtspunkten der Organisation von Zeit, Lernkultur und Nutzung moderner Technologien (eLearning) untersuchen. Studierbarkeit hat es vor allem mit der Workload der Studiengänge, der Flexibilität der Lernarrangements und der Frage nach der Leistungsgerechtigkeit der ECTS‐Verteilung zu tun, aber auch mit den Aspekten der Sicherung der Subsistenz einerseits und dem wissenschaftstheoretischen Typus der Lerngegenstände und der Komplexität der Aufgabenstellungen andererseits. Die Belastung der Studierenden ist nur partiell durch die Workload erklärbar. Sie ist ein Konglomerat aus Workload, Studienstruktur und Lehrorganisation (Themenvielfalt pro Zeiteinheit, Wochenrhythmus der Kurse, Semesterbegrenzung und Prüfungstermine), fächerkulturell unterschiedlichen Anforderungen (Wissenschaftstheorie, Lehr‐ und Prüfungsformen) sowie individuell unterschiedlichen Faktoren (Lernverhalten, Zeit‐ und Stressmanagement). ZEITLast beabsichtigt die Messung der Studienbelastung durch Zeitbudgets, ausgehend von der Hypothese, dass im Wesentlichen zwei Parameter die bisherige Schwäche der BA‐Studiengänge bilden (erhöhter Beratungsbedarf, höhere Nachfrage nach psychologischer Betreuung, Steigerung der Abbruchquoten, subjektives Empfinden von Stress), nämlich die "Dichte" des Studiengangs und die damit verbundene Gerechtigkeit der ECTS‐Vergabe. Die Dichte eines Studiengangs besteht nicht nur in dem Zeitbedarf der Lehrveranstaltungen, sondern auch in der Anzahl der verschiedenen Lehr‐/Lernthemen pro Zeiteinheit und der Verteilung der Lehr‐ und Prüfungsanforderungen über den gesamten Zeitraum der studentischen Workload (45 Wochen und nicht nur die zweimal 12‐14 Wochen des Semesters). Lehrorganisation und Zeitsouveränität sind entscheidende Parameter für die Steuerung der Zufriedenheit, des Stressabbaus und der Erhöhung der Verbleiberate, die in kontrollierenden Befragungen zusätzlich erhoben werden sollen. 

Kooperationspartner:
Prof. Dr. Stefan Aufenanger
JGU

Prof. Dr. Heidi Krömker
Universität Ilmenau

Prof. Dr. Rolf Schulmeister
Universität Hamburg

Prof. Dr. Erwin Wagner
Universität Hildesheim 

Laufzeit:
01.04.2009 bis 31.03.2012