Innovativer Lehr-Lernortverbund (ILLEV) in der akademischen Hochschulausbildung

Das Forschungsvorhaben ILLEV ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der "Empirischen Bildungsforschung" geförderte Projekt nimmt die aktuelle Situation zum Ausgangspunkt, in welcher sich neben den alten Studienstrukturen (Diplom) die neuen modularisierten Formen (Bachelor und Master) etablieren. Die bisher wenig erforschten Wirkungen dieser variierenden Formen der Hochschulbildung auf die Entwicklung der Professionalität von Studierenden – hier speziell der Wirtschaftspädagogik sowie der Wirtschaftswissenschaften – stellen den Fokus der Untersuchung dar. Hiermit wird das langfristige Ziel verfolgt, die Bedingungen des Studiums mittels der Implementation eines innovativen Lehr-Lernortverbunds zu optimieren. Das Projekt, das im Oktober 2008 anlief, ist auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt.

Zum aktuellen Stand der Forschung gibt es wenig empirisch gesicherte Erkenntnisse, inwieweit die akademische Hochschulbildung die Entwicklung der professionellen Handlungskompetenz von Studierenden beeinflusst. Im Zuge der Bologna-Erklärung gewinnen diese Fragen an besonderer Brisanz, zumal weder die Effekte des „Auslaufmodells“ (Diplom) noch die des neuen Bachelor-Master-Modells hinreichend bekannt sind.
Das übergeordnete Ziel besteht darin, einen systematischen Vergleich von Diplom- und BA-MA-Modell (hinsichtlich deren Effekte auf die Ausprägung und Entwicklung der professionellen Handlungskompetenz von Studierenden anzustreben.

Fragestellungen

1. Inwieweit beeinflussen altes und neues Studienmodell (der Wirtschaftspädagogik und der Wirtschaftswissenschaften) die Ausprägung und Entwicklung der kognitiven Professionalität von Studierenden?

2. Welche individuellen und welche strukturellen Faktoren der Studiengänge zeigen sich dabei als signifikante Einflussgrößen?

3. Trägt speziell das neue BA-MA-Modell der Wirtschaftspädagogik mit dem implementierten innovativen Lehr-Lernortverbund (im Vergleich zum auslaufenden Diplommodell) zu einer höheren Professionalisierung von angehenden Lehrkräften bei?

Im Rahmen der Längsschnittuntersuchung werden die Diplom- und BA-Studierenden der Wirtschaftspädagogik und der Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über einen Zeitraum von 3 Jahren begleitet und hinsichtlich ihrer Professionalitätsausprägung und -entwicklung untersucht. 

Projektleitung:  Univ.-Prof. Olga Zlatkin-Troitschanskaia
Lehrstuhl Wirtschaftspädagogik

Kooperationspartner:
Univ.-Prof. Dr. Martin Biewen
Universität Tübingen, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

StD Dr. Dipl.-Kfm., Dipl.-Hdl. Markus M. Böhner
Lehrstuhl Wirtschaftspädagogik 

Projektbeteiligte:
Dipl.-Betrw. (BA), Dipl.-Hdl. Manuel Förster, Dipl.-Hdl. Christiane Kuhn, Dipl.-Hdl. Daja Preuße
Lehrstuhl Wirtschaftspädagogik

Dr. Sigbert Klinke
Humboldt-Universität zu Berlin, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Projektlaufzeit:
2008 bis 2011