Wissenschaftliche Begleitung des Projekts "Willkommen in Mainz"

Frühe Förderung von Kindern beginnt direkt nach deren Geburt.

Die Geburt eines Kindes ist in der Regel mit großer Freude, aber auch mit viel Verunsicherung bis hin zu erheblichen Belastungen für manche Familien verbunden. In den ersten Lebenswochen entstehen für die jungen Eltern viele Fragen, wie zum Beispiel:

  • Wie ernähre ich mein Baby richtig?
  • Was kann ich tun, wenn mein Baby schreit?
  • Wie kann ich eine Eltern-Kind-Bindung fördern?
  • Wo finde ich Beratung in speziellen Fragen?
  • Wo finde ich eine gute Kinderbetreuung?

Ziel des Projektes "Willkommen in Mainz" ist es, Familien mit neu geborenen Kindern in der Stadt Mainz mit ausgebildeten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen zu besuchen, um den neuen Bürger der Stadt willkommen zu heißen. Eltern soll die neue Situation etwas erleichtert werden, indem sie sich mit ihren Fragen an den/die ehrenamtlich(e) MitarbeiterIn wenden können.

Alle Familien erhalten ein Willkommenspaket mit entsprechend aufbereitetem Informationsmaterial sowie ein kleines Geschenk. Wenn gewünscht, stehen die geschulten Ehrenamtlichen für generelle Gespräche sowie zur Weitervermittlung an spezielle Stellen oder auch zur praktischen Unterstützung, beispielsweise beim Ausfüllen von Anträgen, zur Verfügung.

Zielgruppe des Projektes sind alle Familien mit Neugeborenen in Mainz, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder sozialem Hintergrund.

Im Rahmen einer praxisorientierten und anwendungsbezogenen Forschung besteht die Möglichkeit, über die Dauer der Projektlaufzeit zugangsfördernde sowie zugangshemmende Faktoren für "gelingende Hausbesuche" zu eruieren. Die Methode der entwicklungsbegleitenden, formativen Evaluation bietet die Möglichkeit,  Evaluationsergebnisse im Projektverlauf direkt an die Projektleitung sowie an die Projektbeteiligten zurückzumelden. Die rückgemeldeten Ergebnisse tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung des Praxisprojektes bei, können aber darüber hinaus auch für die Entwicklung verwandter Praxisprojekte nutzbar gemacht werden. Die Datenerhebung erfolgt methodentrianguliert durch quantitative und qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung.

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Franz Hamburger
Institut für Erziehungswissenschaft

Dr. Sabine Krömker
ZBH