Kompetenzentwicklung im bildungswissenschaftlichen Studium

Wie lassen sich Kompetenzentwicklungsprozesse in der Lehrerbildung beschreiben und erfassen?

Welcher eigenen "Logik" folgen sie und was genau entwickelt sich in den unterschiedlichen
Qualifikationsangeboten an der Universität?

Bietet die forschungsorientierte Arbeit an Fällen aus der schulischen Praxis dabei Anlass, ergänzend zum bildungswissenschaftlichen Theoriewissen ein kasuistisches, (selbst-)reflexives Fallwissens aufzubauen, um die Reflexion und (Weiter-)Entwicklung von Wahrnehmungsstrukturen sowie die Ausbildung einer entsprechenden Kontextsensitivität anzubahnen und damit letztlich eine Professionalisierung des Aufbaus von Erfahrungswissen zu erreichen?

In dieser Vorstudie sollen erste, empirisch begründete Aussagen über den Beginn der Kompetenzentwicklungsprozesse während des ersten Semesters des bildungswissenschaftlichen Studiums generiert werden. Dabei geht es nicht nur darum, die von den Studierenden angeeigneten Bestände an wissenschaftlichem Theoriewissen sichtbar zu machen. Vielmehr soll ein besonderer Fokus auf diejenigen Wissensformen gelegt werden, die von quantitativ orientierten Forschungsansätzen nicht oder nur am Rande berücksichtigt werden. Es geht also insbesondere um die Rekonstruktion der Entwicklung von (Selbst-)Reflexions- und Deutungskompetenzen sowie von implizitem Wissen. Darüber hinaus stellt die Vorstudie die Initiation für eine Längsschnittuntersuchung dar, welche die Rekonstruktion der Kompetenzentwicklungsprozesse von Studierenden über die gesamte Studien- sowie nach Möglichkeit auch noch über die Referendariats- und Berufseinstiegsphase anvisiert. 

Projektbeteiligte:
HD Dr. Bernd Stelmaszyk, Dr. Till-Sebastian Idel
Institut für Erziehungswissenschaft 

Dr. Katharina Kunze
Universität Hannover

Projektlaufzeit:
2009 bis 2010