Perspektive Berufsabschluss

Das Förderprogramm "Perspektive Berufsausbildung", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert und vom Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie der Europäischen Union kofinanziert wird, verfolgt seit 2008 mit den beiden Förderinitiativen "Regionales Übergangsmanagement" und "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" das Ziel, den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss zu verringern.

In Kooperation mit der Prognos AG und dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) führt das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) eine Evaluation der zweiten Förderinitiative "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" durch. In 42 Projekten dieser Förderinitiative sollen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, um an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung einen Berufsabschluss zu ermöglichen.

Die Evaluation ist formativ angelegt und erfolgt im Zeitraum von März 2011 bis Februar 2014. Methodisch wird sowohl auf quantitative als auch auf qualitative Erhebungsinstrumente zurückgegriffen. Die wesentlichen Prozess- und Strukturmerkmale der Projekte werden u.a. mittels Dokumentenanalyse und durch ein webbasiertes Erfassungssystem erhoben. Einen tiefergehenden Einblick in die Arbeitsweise der Projekte vor Ort und über die Potenziale der nachhaltigen Strukturveränderung bieten Fallstudien. Neben der Analyse von Programmwirkungen in den Handlungsfeldern Netzwerkarbeit, Auf- und Ausbau von Serviceangeboten im Feld der Nachqualifizierung und Aufbau von konkreten Nachqualifizierungsangeboten steht auch die Wirkung der Öffentlichkeitsarbeit im Fokus der Evaluation.

In einer ersten Evaluationsphase wird zunächst die Entwicklung in den Einzelprojekten auf Grundlage von Dokumentenanalysen und Fallstudien betrachtet. Ergänzt wird diese Analyse in einer zweiten Phase durch Experteninterviews. Schließlich stehen in der dritten Phase der Evaluation Fragen zur Ergebnisqualität, den Wirkungen und der Nachhaltigkeit der Einzelprojekte sowie des Gesamtprogramms im Vordergrund. 

Ansprechpartner:
Dipl.-Psych. Simone Herrlinger, Dipl.-Soz. Caroline Kiemle
ZQ