Study competences

Study Competences: Orientierungs- und Studienvorbereitungstraining für Jugendliche

Zahlreiche Forschungsarbeiten weisen darauf hin, dass die Frage der Studienwahl und die wahrgenommene Studienbelastung oft schwer lösbare Probleme für viele Jugendliche darstellen. Die Studienwahl hängt von inhaltlichen, persönlichen und sozialen Faktoren ab. Wenn Jugendliche über ein klares Selbstkonzept verfügen und sie fähig zu Selbstreflexion sind, dann kann das schon eine erfolgreiche Studienwahl ausmachen. Darüber hinaus garantieren erst eine situationsadäquate Handlungsstrategie und ein stabiles Selbstwertgefühl den Erfolg der Studienwahl. Dies ist kein rein kognitiver Prozess, da zur Steuerung der Handlungs- sowie der Lernkompetenz ein angemessener Umgang mit den eigenen Emotionen gehört. Die gegenwärtigen Entwicklungen, die aus diversen Umfragen hervorgehen, zeigen, dass weniger als 30% der Studierenden mehr als 40 Stunden pro Woche in ihr Studium investieren, dass weiterhin die Abbruchquote für ein Studium bei über 30% liegt und dass es eine mögliche Diskrepanz zwischen tatsächlicher und wahrgenommener Belastung im Studium gibt. Betrachtet man die wahrgenommene Studienbelastung näher, so wird ersichtlich, dass etwa 13 bis 16% der Studierenden über ernsthafte Probleme und hohe Belastungen berichten: Die Probleme bestehen vornehmlich in der Planung und Orientierung im Studium und betreffen das Organisieren von sowohl administrativen als auch inhaltsbezogenen Aufgaben. Demnach ist anzunehmen, dass es sowohl studienbezogene Informationsdefizite, Fehleinschätzungen als auch persönliche und fachübergreifende Kompetenzdefizite gibt. Hieraus lässt sich ein dringender Handlungsbedarf ableiten. Ziel dieses Projektes ist es, ein mehrstufiges hochschulvorbereitendes Trainingsprogramm für Jugendliche zur Förderung von systematischen und studienvorbereitenden Kompetenzen zu entwickeln. Dieses soll in die Schule implementiert werden, da Schule dies nicht allein und umfassend systematisch leisten kann. Bei diesem Vorhaben handelt es sich um eine Präventionsmaßnahme sowie um einen Beitrag zur Nachwuchsförderung.

Voraussichtliche Gesamtdauer des Projektes: 4 Jahre

Ansprechpartner:

Dr. Eszter Monigl
Psychologisches Institut, JGU