Soziale Netzwerke und wissenschaftliche Karriere. Zum Einfluss sozialer Beziehungen auf wissenschaftliche Karrieren

Auch wenn der Generationenwechsel in den Hochschulen einen gewissen Bedarf an Nachwuchskräften generiert, ist dennoch abzusehen, dass nicht alle in den vergangenen Jahren geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eine wissenschaftliche Karriere im engeren Sinn realisieren werden, sondern dass eine zunehmende Ausdifferenzierung von Karrieren im Anschluss an eine Promotion zu erwarten ist. Dies legt die Frage nahe, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, welche Karrierewege eingeschlagen und erfolgreich gestaltet werden. Hierbei fokussiert das beantragte Vorhaben auf den Einfluss von Vernetzung auf unterschiedliche Karrierewege. Bisher wird davon ausgegangen, dass soziale Netzwerke bzw. die Einbettung in diese als Katalysator für wissenschaftliche Karrieren fungieren. Jedoch gibt es keine Studien, die diese Vernetzung und die daraus resultierende Wirkung auf den Verlauf von Karrieren untersucht haben. Daher stehen im Mittelpunkt des geplanten Projektes Bedingungsfaktoren für und insbesondere die Wirkung von Vernetzung auf wissenschaftliche Karrieren. Zur Untersuchung dieser Fragestellung wird ein empirischer Zugang gewählt, der sowohl auf Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler als auch auf bereits etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fokussiert.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Marina Hennig ( )
Institut für Soziologie, JGU

Dr. Uwe Schmidt ( )
Leiter des Zentrums für Qualitätssicherung und -entwicklung und der Geschäftsstelle des Hochschulevaluierungsverbundes, JGU