Graduiertenkollegs

Am 1. Juli 2015 sind zwei vom Gutenberg Nachwuchskolleg der JGU geförderte (Mini-)Graduiertenkollegs gestartet, an denen das ZBH als Kooperationspartner beteiligt ist.
 

Graduiertenkolleg "Integrierte Unterrichtsforschung in Fachdidaktik und Bildungswissenschaften"

Im interdisziplinären Kolleg zum Thema "Integrierte Unterrichtsforschung in Fachdidaktik und Bildungswissenschaften" kooperiert das Psychologische Institut mit der Fachdidaktik in Biologie, Englisch und den romanischen Sprachen. Zielgruppe für das Graduiertenkolleg sind exzellente Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Master of Education oder des Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt an den Studienseminaren. (Zukünftige) Lehrerinnen und Lehrer erhalten die Möglichkeit, die eigene Profession forschungsorientiert weiterzuentwickeln und sich für eine akademische Laufbahn im Bereich der Fachdidaktik und der Lehr-Lernforschung zu qualifizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer führen Einzelprojekte durch, in denen sie fachdidaktische Fragestellungen mit Methoden der empirischen Bildungsforschung auf hohem theoretischem und methodischem Niveau bearbeiten. Sie tragen zur evidenzbasierten Weiterentwicklung des Professionswissens von Lehrkräften bei und fördern die Verschränkung von universitärer Forschung mit der Schulpraxis.

Impressionen vom Graduiertenkolleg "Integrierte Unterrichtsforschung in Fachdidaktik und Bildungswissenschaften"

Fotos: Thomas Hartmann

Graduiertenkolleg "Leben in Übergängen. Junge Erwachsene zwischen Kontinuität und Diskontinuität in Bildung, Beruf und Familie"

Im Graduiertenkolleg zum Thema "Leben in Übergängen. Junge Erwachsene zwischen Kontinuität und Diskontinuität in Bildung, Beruf und Familie" arbeiten das Institut für Erziehungswissenschaft und das Institut für Soziologie zusammen. Folgendes wird im Rahmen des Kollegs fokussiert: Aufgrund weitreichender gesellschaftlicher Transformationen in den letzten Jahrzehnten sowie institutioneller Bedingungen, die diese Veränderungen nur unzureichend aufgefangen haben, hat sich die Lebenssituation von jungen Erwachsenen in Deutschland grundlegend gewandelt. Sie sind in hohem Maß von unsicheren Arbeitsverhältnissen betroffen, spüren in besonderer Weise die Auswirkungen des Abbaus wohlfahrtstaatlicher Einrichtungen, sie sind mit mehr Anforderungen an Flexibilität, Mobilität, hoher Arbeitsintensität und dem Umgehen mit Kontingenz und Unsicherheit konfrontiert, und ihre Zukunftserwartungen sind unklar. Im Rahmen des Graduiertenkollegs sollen Dissertationen angefertigt werden, die die spezifische Situation junger Erwachsener in biographischen Übergängen empirisch erforschen. Grundsätzliche Forschungsfragen sind: Wie gelingt es jungen Menschen heute, sich zwischen den Kontinuitäten und Diskontinuitäten als junge Erwachsene in die Gesellschaft zu integrieren, am Erwerbsleben zu partizipieren und Familien zu gründen? Wie gehen sie mit multiplen Übergängen in Bildung, Beruf und Familie um? Welche Wertorientierungen und Lebensentwürfe liegen zugrunde?