Differentielle Effekte von Online-Selbstregulationstrainings: Begleitforschung zu einem GLK-Lehrprojekt

Die Fähigkeit zum selbstregulierten Lernen stellt eine Schlüsselqualifikation dar, die Studierende im Laufe ihres Studiums erwerben sollten. Als problematisch erweist sich jedoch, dass Studierende solche Schlüsselkompetenzen häufig nicht besitzen bzw. erwerben. Im Rahmen eines bereits vom Gutenberg-Lehrkolleg (GLK) bewilligten Lehrprojektes wird daher ein web-basiertes Training (WBT) zum selbstregulierten Lernen in der Gruppe der Lehramtsstudierenden implementiert. Im Rahmen des vorliegenden Projektantrags (ZBH) wird das Projekt erweitert, um zwei Forschungsfragen nachzugehen: Das erste Ziel besteht darin, die Wirksamkeit des WBT in Bezug auf die Kompetenz zum selbstregulierten Lernen und den Lernerfolg zu überprüfen. Dabei interessiert besonders die Zielgruppe der Lehramtsstudierenden, da frühere Studien des Antragstellers die Wirksamkeit für Studierende von MINT-Fächern bereits nachweisen konnten. Das zweite Ziel besteht darin herauszufinden, welche Eigenschaften von Lernenden darüber entscheiden, ob eine solche Wirksamkeit eintritt oder nicht. Theoretisch zu erwarten sind beispielsweise differentielle Effekt des Alters, der Gewissenhaftigkeit oder der Änderungsbereitschaft; empirische Untersuchungen dazu fehlen bislang. Das ZBH-Forschungsprojekt bietet daher die Gelegenheit, zwei für die Praxis der Hochschullehre relevante Forschungsfragen zu beantworten und mit den daraus resultierenden Fachpublikationen den Grundstein für ein längerfristiges Forschungsprogramm zu legen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Psych Henrik Bellhäuser ( ) und Dr. Christine Eckert ( )
Psychologisches Institut, Psychologie in den Bildungswissenschaften, JGU